Stadtgespräch

Stellungnahme zu dem HK-Artikel "Grüne wollen mitregieren" vom 1.2.2011

Nachhaltigkeit und Verknüpfung von Zielen, mit diesen Themen wollen sich die Grünen in Hattersheim profilieren. Bürgerbeteiligung sei bei ihnen besonders verankert.

Nun, solche Aussagen kann man überprüfen. Was ist eigentlich Nachhaltigkeit? Es bedeutet unter anderem, der nachfolgenden Generation Chancen für ein gutes Leben zu lassen und die Voraussetzungen dafür zu verbessern. Ein Blick auf die bisherigen Entwicklungen in unserer Stadt unter Mitwirkung der Grünen macht in dieser Hinsicht große Sorgen.

Wir haben einen riesigen Schuldenberg. Der wird die Zukunft der jungen Generation nachhaltig ungünstig beeinflussen wird. Es fehlen diesen Kindern die Krippenplätze. Damit wird jungen Familien nachhaltig das Leben schwer gemacht. Aus dem Arbeitsbereich der grünen Stadträtin Karin Schnick gibt es Besorgnis erregende Nachrichten. Die städtischen Gebäude, Rathaus, Stadthalle – das Backsteinkapital – sind in schlechtem Zustand. Feuchte Keller sind ein Zeichen dafür. Nachhaltige Wartung – Fehlanzeige! Der Sportplatz am Karl-Eckel-Weg – wichtig für nachhaltige Gesundheitserhaltung der Menschen in Hattersheim – dringend sanierungsbedürftig. Ich kenne keine Gemeinde im Kreis mit einem derartig heruntergekommenen Sportplatz.

Bürgerbeteiligung sei bei den Grünen verankert. Warum werden seit mehr als einem Jahrzehnt Entscheidungen ohne Anhörung des Sportbeirates gefällt? Bei zuständiger grüner Dezernentin. Die Bürger 2005 in einem Mediationsverfahren zur Westumgehung zu befragen und dann die Ergebnisse in der Schublade verschwinden zu lassen, ist sicher keine echte Beteiligung. In der Frankfurter Straße werden nach meiner Kenntnis die Einlassungen der grünen Stadträtin Karin Schnick eher als Missachtung von Bürgersorgen empfunden. Mobile Jugendarbeit solle ausgebaut werden und sei ein grünes Zeichen für nachhaltige Politik. Warum wurde mit den Stimmen der Grünen das Spielmobil abgeschafft – die mobile Kinderarbeit auch in den Stadtteilen? Eingerichtet vom FDP-Stadtrat Dr. Klepp. Und das zu Zeiten, als es Nachmittagsbetreuung in Kindergarten und Schule im derzeitigen Umfang noch gar nicht gab. Ein Zeichen für Nachhaltigkeit?

Ich denke, eher das Gegenteil! Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema. Das ist auch meine Meinung. Es sollte nicht nur in Wahlprogrammen eine große Rolle spielen. Aber ich habe nicht den Eindruck, dass die Grünen in Hattersheim ihm bisher ausreichend Beachtung geschenkt haben.